09.02.2026
Zwischen Innovation und Augenmaß – KI in Verwaltung und Wirtschaft

Zwischen Innovation und Augenmaß – KI in Verwaltung und Wirtschaft

Wie verändert Künstliche Intelligenz (KI) unsere Zukunft? Was ist rechtlich möglich, und wo liegen die Chancen für unsere Heimat? Unter dem Leitmotiv ‚Rechtssichere KI für Verwaltung und Unternehmen‘ luden die Freien Wähler kürzlich zu einem Informationsabend in die Räume der Firma Heger Energietechnik in Großostheim ein. Dass diese Fragen den Nerv der Zeit treffen, zeigte das große Interesse zahlreicher lokaler Mittelständler, welche die Veranstaltung und die Suche nach Antworten gespannt verfolgten.

Im Zentrum stand die Erkenntnis, dass moderne Technik – etwa durch automatisierte Prozess-Assistenten (RPA) – heute in jedem professionellen Umfeld wertvolle Dienste leisten kann. Die Experten Jens Haubrich und Günther Wagner demonstrierten mit ihrem System „Emma“, wie digitale Assistenten repetitive Aufgaben wie Dokumentenerfassung oder zigfach wiederholende Datenpflege übernehmen.

Für die FREIEN WÄHLER ist dies ein Gewinn für alle: Sowohl in der Wirtschaft als auch in der öffentlichen Hand werden dadurch Kapazitäten frei. „KI soll den Menschen nicht ersetzen, sondern Freiräume für das Wesentliche schaffen: für Kreativität & Produktivität im Unternehmen und für den persönlichen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern“, so der Grundtenor.

Praxiserprobte Lösungen für die kommunale Infrastruktur

Dass KI-Technologien bereits erfolgreich im Einsatz sind, zeigte Kleinostheims Bürgermeister Dennis Neßwald (Freie Wähler) am Beispiel der Straßenzustandserfassung. Ein KI-System bewertet nach Analyse von Videoaufnahmen, den Zustand der Verkehrswege neutral und präzise. Durch die intelligente Verknüpfung von Zustandsdaten „unter der Erde“ lassen sich künftige Sanierungen von Straßen effizienter priorisieren und Kosten für den Steuerzahler sparen.

Trotz der Begeisterung für den technischen Fortschritt betonte Mitorganisator Jürgen Schuler (FREIE WÄHLER Bachgau) ein wichtiges Prinzip: Digitalisierung muss mit Augenmaß erfolgen. Neue Angebote dürfen keine Barrieren schaffen. „Es ist uns ein Herzensanliegen, dass wir bei aller Innovation niemanden abhängen. Moderne Technik muss so eingesetzt werden, dass auch weniger digital affine Bürgerinnen und Bürger weiterhin unkomplizierten Zugang zu allen Dienstleistungen haben.

Der Abend machte deutlich: Ob Mittelstand oder Verwaltung – der Einsatz von KI ist kein Science-Fiction-Szenario mehr, sondern ein Werkzeug, das man bereits heute mit gesundem Menschenverstand zum Wohle aller einsetzen kann.

Pressetext: Freie Wähler Bachgau e.V.